Ich hab neulich die Fotos von Nibbler durchstöbert und musste feststellen: Dafür, dass es dem Herrn hier doch wirklich gut geht, guckt er gerne mal ganz schön griesgrämig. Zwecks Illustration folgt nun eine Zusammenstellung mit passender musikalischer Untermalung.
Lord Nibbler of the Planet of the Nibbleonians - schlechte Laune mit ein bisschen Hund drum herum. Der Song stammt übrigens von Congaking.
Der Bub wurde gestern ein halbes Jahr alt. Haben wir nicht wirklich gefeiert, aber festgehalten werden musste es natürlich, wenn auch nur im wenig erhebenden Augenblick, als Bastian auf Vatis Schoss beim Rumsurfen zugucken durfte:
Man beachte übrigens, dass der Mann immer noch in sein Abi-Shirt passt. Ich hab ja zum Glück keins, denn das würde derzeit definitiv aus allen Nähten platzen…
Nun wäre der Halbjahresgeburtstag ja vermutlich eine willkommene Gelegenheit, um die letzten sechs Monate Revue passieren zu lassen - aber ich bin halt immer noch unkonzentriert und anderweitig beschäftigt, leider.
Deswegen nur so viel: Mein Kleiner bringt jeden Tag so viel Glückseligkeit in mein Leben, das kann sich gar niemand vorstellen, der nicht selber Kinder hat. Sorry, ist nicht als Ausgrenzung gemeint, ist einfach so. Ich liebe meinen kleinen Bastian über alles. Und das ist die Untertreibung des Jahrtausends.
Und wie könnte ich ihn bitte sehr nicht so lieben, dass jegliche Worte fehlen?
Mittlerweile ist der Herr übrigens jetzt auch Breiesser. Naja, Breiverteiler. Tipp aus dem mütterlichen Erfahrungsschatz: Brei einfach direkt auf dem Lätzchen und dem Babygesicht verteilen. Spart Zeit.
Und eine hübsche Retrosommermütze aus dem Springhartschen Kinderklamottenfundus hat er auch. UND ZWEI ZÄHNCHEN!!! (Und eine geradezu unheimliche Begabung dafür, seine Socken abzustreifen)
Weil sie so, ähhhh, schön ist (und er so niedlich), hier die Mütze (und der Bub) nochmal in Grossaufnahme.
Aber wir wollen das andere kleine Familienmitglied ja auch nicht zu kurz kommen lassen - deswegen hier eine totaaaal elegante bildliche Überleitung vom Fleischzwerg zum Fellzwerg.
Ja, derzeit findet Bastian Nibbler viel interessanter als Nibbler Bastian. Bastians Spielzeug hingegen findet Nibbler SEHR faszinierend. Ansonsten ist er natürlich wie immer der ärmste Hund der Welt, der nur zum Prügeln aus dem Schrank gelassen wird. Kennt man ja. Hier ein seltener Moment auf dem Sofa, bevor er wieder gezüchtigt und ohne Abendessen ins Bett geschickt wurde:
Das Leid ist ihm anzusehen. Deswegen versucht er natürlich, Bastian auf seine Seite zu ziehen und ihn von unserer Bösartigkeit zu überzeugen, in dem er ihm Dinge zuflüstert wie: “Nee, ernsthaft: Die mästen dich nur für Weihnachten…”
Scheint zu funktionieren - immerhin mag Bastian wie gesagt Nibbler durchaus leiden.
Wobei, ganz ernsthaft: Nibbler benimmt sich wirklich vorbildlich gegenüber dem Kleinen, der manchmal dann doch beschnuppert werden muss…
…auch wenn er es weiss Gott nicht immer leicht hat. Zwerg oder nicht, ist halt auch ein Mensch und deswegen gemein zum armen, armen Nibbli!
Deswegen bitte eine Runde Mitleid für den Hund. Kann er immer gebrauchen. Er hat es SO schwer.
Ich geh ihm dann mal eben ein leckeres Mittagessen zubereiten, ähhh ich meine, ich sperre ihn dann mal wieder in den dunkeln, kalten Schrank.
…und Fröschen. Wollte ich eigentlich schon lange posten, aber eben. Bei den Schwiegereltern drüben steht ein Teich, und wie das so ist, wenn es frühlingt:
Nun haben wir hier aber bekanntlich einen halbwüchsigen Stadthund, und der kennt sowas nicht. Also: “Mutti, was machen die denn da?”
“Äh. Nun ja, Nibbler… wenn sich Mama Frosch und Papa Frosch ganz doll lieb haben…”
“…dann lassen sie sich durch nix stören - Pfoten weg, Nibbli!!!”
Seufz. Manchmal ist er ein klein wenig überfordert mit Mutter Natur. Über die Kühe, die seit dem Wochenende auf der Weide nebenan rumlaufen, sprechen wir lieber nicht - Oh, that way madness lies…
Hurra, hurra, hurra - der Frühling ist da! Sogar hier. Mal eben ein kurzer Beweisfotoblogeintrag.
Noch Anfang Monat dachten wir, der Winter würde niemals enden. Also, ich dachte das zumindest. Bastian kennt ja nix anderes, der Mann ist kein Sichüberswettergrossbeschwerer und Nibbler denkt eh nur “SCHNEESCHNEESCHNEE!!!”
“Ich spiel dann mal wieder Eis-, äh Schneebrecher!”
“Welcher Schnee? Sehe keinen Schnee!”
“HALLO MUTTI!!!”
Aber dann kam er doch noch: DER FRÜHLING!!! Hurra!!! Blaues Band, Flattern durch die Lüfte, ja, du bist’s, dich hab ich vernommen! (Und bitte sehr, wenn ich dann mal Mörike zitiere, war der Winter wirklich lang, mmmkay?)
Nibbler findet das mit dem wärmeren Wetter auch gut. Da ist er ganz Goldfischgedächtnisbesitzer: “Schnee? Mir doch wumpe. Sonne ist super!”
“Nee, echt - Sonne ist super!”
“Schon wieder’n Foto? Menno…”
“…lass mich, bin beschäftigt, muss mein Gemächt sonnen.”
“Und nein, ich hab keinen Quark gegessen, das täuscht. Muss jetzt weiter in der Sonne liegen!”
Bastian hingegen ist derzeit noch ein absoluter Schattenparker - Babies und Sonne und so - , aber den Frühling findet er auch super.
Insofern: Uns geht’s gut, wir gucken dem Gras beim Wachsen zu. Muss ja auch wer machen.
Wir, also ich, haben aber halt einfach immer noch keine Zeit zum textlich brauchbaren Bloggen. Heute zum Beispiel hat Herr B. einen Granteltag und lässt sich nur durch Dauerbeschallung mittels seines Musikmobiles im Zaum halten. Was so viel heisst wie: Alle anderthalb Minuten verklingt “Guten Abend, gut Nacht” und muss durch mich manuell wieder gestartet werden. Wobei der Herr mittlerweile auch schon wieder ungeduldig quakt, ich fürchte also, ich schreib dann später weiter…
…nee, er ist dank der holden Spieluhrklänge doch noch in Schlaf gefallen. Applaus, Applaus! Mal schauen, wie lange es anhält, Bastian ist derzeit kein begeisterter Tagesschläfer, zumindest wenn das Schläfchen in seiner Wiege oder seinem Stubenwagen stattfinden soll. Bei Mutti im Arm oder bei Mutti auf dem Stillkissen klappt es mit dem Dösen hingegen vorzüglich. Übrigens nicht nur bei ihm:
Klar, so ein Stillkissen ist gross genug für Mutti, Kind und Hund. Und die beiden vertragen sich ja bombig - Nibbler ist fasziniert von den Gerüchen, die Bastian absondert, und Bastian ist vermutlich fasziniert von Nibblers Geräuschen. Wobei, manchmal sind es sicher auch die Gerüche:
Auf jeden Fall ist hier bisher alles harmonisch, und wenn die zwei Erwachsenen jetzt noch ein bisschen mehr Schlaf kriegen würden, wäre das, nun ja, erholsam. Wobei Bastian ja für ein zwei Monate altes Bübchen durchschlaftechnisch schon sehr tapfer ist und Mutti mittlerweile regelmässig an die sechs Stunden schnarchen lässt. Allerdings ist nach der nächtlichen Fütterung meistens erst a) eine Runde Wiedereinschlafroulette angesagt (Schläft er? Schläft er nicht? Schläft er tief genug, dass man ihn wieder ins Bettchen legen… nein, tut er nicht. Alles nochmal von vorn.) und b) kommt er frühmorgens gerne ins von mir so betitelte Quakschlafen, wo er im Schlaf vor sich hinmosert und kräht und ich immer mit mindestens einem Ohr wach bin, damit ich mitkriege, wann das Schlafgemosere umschlägt in Wachgemosere.
Nibbler ist hier natürlich im Paradies. Ach ja, hier ist übrigens das hier, für die Nochnichtdagewesenen:
Und das hier ist der Rest von Oberböllen (nee, Niederböllen ist auch nicht grösser…):
Wenn man dann aus dem Dorf raus ist, so nach fünf Minuten Fussweg, darf Nibbler von der Leine (daher auch “Nibbler ist hier im Paradies) und sich in solchen Landschaften austoben:
Und da geht’s dann auch entsprechend ab - das Bully-Schnellboot ist unterwegs, mit Gischt vorm Bug…
Wobei er es natürlich nicht unterlassen will, ab und an zu kontrollieren, ob Vati mit dem Kinderwagen auch alles richtig macht. Dem Kontrollör ist nichts zu schwör. Oder so.
Immerhin ist festzuhalten: Schwarzer Bully im Schnee ist total praktisch, man weiss immer, wo sich der Kerl gerade aufhält.
Und er kommt ja auch brav, wenn man ihn ruft. Brav… und in einem Mordstempo.
Oh, der Bub macht Aufwachgeräusche. Das war’s dann wieder mit dem Geblogge - Bastianbilder folgen demnächst irgendwann. Hoffentlich. Jetzt aber noch ein Nibbler-Poserbild par excellence. Der Herr des Südschwarzwaldes, der Herrscher von Oberböllen: Lord Nibbler.
Willkommen in meinem derzeitigen Tagesablauf - einige Dinge muss ich dieser Szene vorausschicken bzw. dem Leser in Erinnerung rufen, damit ich sie nicht während des Schauspiels erklären muss.
1. Wir sind umgezogen und wohnen jetzt in der kleinsten selbstständigen Gemeinde Baden-Württembergs. Sprich: Im hingerschte Chrache vom Schwarzwaud.
2. Hier gibt es keinen ÖV. Ich hab immer noch keinen Führerschein.
3. Nibbler hat draussen nicht das geringste Problem mit Treppen. In Gebäuden allerdings verweigert er sich jeglicher Treppe.
4. Wir wohnen hier auf zwei Etagen.
5. Ich erhole mich immer noch von meinem Kaiserschnitt (nein, kein Wunschkaiserschnitt, musste sein, ist aber eine andere Geschichte) und kann folglich keinen 12-Kilo-Hund die Treppe rauf und runter tragen.
6. Das ist ein Problem.
Als Hintergrundmusik stellen wir uns am besten die Benny Hill-Titelmelodie vor. Teilnehmer: Meine Wenigkeit. Stargast: Nibbler Springhart. Und in seiner ersten Brech-, äh, Sprechrolle: Bastian Springhart.
Dienstagvormittag, 9:26.
Nibbler: Muddiaufstehn!
Ich: Nibbler, Mutti war von halb vier bis halb acht wach, Bastian füttern und zum Schlafen kriegen. Mutti war gestern früh von drei bis sieben wach, Bastian füttern und zum Schlafen kriegen. Mutti ist tagsüber grundsätzlich mit zwei Dingen beschäftigt: Bastian füttern und zum Schlafen kriegen.
Nibbler: …und Nibbli ignorieren und quälen! Jawollja!
Ich: Nibbler, das stimmt nicht. Ich tu mein Möglichstes, damit du beschäftigt, vollgefressen und glücklich bist, und Vati auch, und ausserdem wohnen hier noch Bastians Oma und Opa und sein Onkel, die kümmern sich auch um dich. Also bitte.
Nibbler: Keiner hat Nibbli lieb!
Ich: Wir haben dich alle lieb, aber im Moment kann sich Bastian halt noch gar nicht um sich selbst kümmern, deswegen kriegt er nun mal eine Weile ein bisschen mehr Aufmerksamkeit als du.
Nibbler: Sag ich doch - keiner hat Nibbli lieb!
Ich: Gnaaah. Ich steh ja schon auf.
Nibbler: Hurra, raus raus raus!
Mutti geht zur Terrassentür und öffnet sie.
Ich: Hier bitte.
Bastian (im Schlafzimmer): Miep. (Übersetzung: Ich werde langsam wach und fange gleich an zu brüllen)
Nibbler (entsetzt): Was soll ich da draussen? Ich sag’s ja, keiner hat Nibbli lieb, raus in den Schnee soll ich, die Welt ist ein Jammertal…
Ich: Nibbler, raus.
Bastian: Möp. (Gebrüll beginnt in 3… 2… 1…)
Nibbler: Na gut, Mutti. Weil du es sagst, gehe ich raus. In die Kälte. In den Schnee. Weil ich der brave Nibbli bin. Den keiner lieb hat. Trübsal!
Bastian: RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!
Ich: Bastian, ich komme!
Mutti geht ins Schlafzimmer und schnappt sich den Buben. Ab ins Bad zum Wickeln.
Bastian: RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!
Ich: Ja, Bastian, ich weiss, du hast Hunger, aber Wickeln muss sein. Uah, Himmel, die Windel ist ja bumsvoll…
Bastian (mit den Füssen wedelnd): RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!
Ich: Bastian, Vorsicht, gleich landest du mit den Füssen in der…
Bastian: RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!
Ich: …Kacke. Hurra. Okay, wischen wir die Füsschen auch noch ab. Halt, stillhalten, sonst…
Bastian: RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!
Ich: …krieg ich die Kacke ab. Und oh, da ist ja auch was an deiner Wade. Na gut, jetzt aber mal das Hinterteil.
Bastian: RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!
Ich: So, und jetzt die frische Windel. Guck mal, ist das nicht fein, so sauber zu sein?
Bastian: RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!
Ich: Und jetzt ziehen wir die Hose und das Shirt an. Erst das Shirt…
Bastian (besitzt plötzlich acht Arme, und jeder vollführt eine andere Bewegung): RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!
Ich: Äh, erst das Shirt…
Bastian: (besitzt jetzt 16 Arme) RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!
Ich: Okay, wir ziehen dir einfach wieder einen Strampelanzug über den Body, ist ja schon gut… Grummel.
Bastian: RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!
Ich: Und jetzt musst du nochmal schnell ins Bettchen zurück, ich bring mal schnell die Stillsachen runter und lass Nibbler rein.
Bei der nun folgenden Szene ist Bastian stets im Hintergrund aus dem Schlafzimmer zu hören (”RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!). Mutti geht die Treppe runter und guckt zur Haustür raus. Kein Nibbler. Mutti geht zur Wintergartentür und guckt raus. Kein Nibbler.
Ich: What the…? Der ist doch nicht immer noch… der wird doch nicht…
Mutti geht die Treppe rauf und entdeckt Nibbler draussen vor der Terrassentür, erstarrt in der Haltung, die er beim Rausgehen eingenommen hatte. Hurtig öffnet sie die Tür, und Nibbler stakst rein.
Nibbler (schlotternd): Nibbli… hat’s… ja… gesagt: KEINER HAT NIBBLI LIEB!!!
Ich: Nibbler, es tut mir leid, aber sonst gehst du doch auch immer aussenrum raus… komm mal her, du armes Ding!
Nibbler: Fass Nibbli nicht an, Teufelsweib!
Nibbler fängt an, wilde Kreise um Mutti zu rennen. Draussen hat er sich ausserdem das Auge rausgepopelt (Springhart-Jargon dafür, dass die Nickhautdrüse sich rausgeschoben hat, harmlos und leicht mit dem Daumen zu beheben, sieht aber total schlimm aus), lässt sich das jetzt aber aus Prinzip nicht richten.
Ich: Nibbler…
Nibbler: KOLLER!!! RUMSPINNEN!!! VOM WAHNSINN UMZINGELT!!!
Ich: Nibbler!
Nibbler: DEM ZUSAMMENBRUCH NAH!!! DIE NERVEN, DIE NERVEN!!! ALLES SCHLIMM!!!
Ich: Äh, ja.
Mutti setzt sich hin, damit Nibbler sich beruhigt. Nibbler beruhigt sich.
Nibbler: Oh, hallo Mutti. Küsschen?
Nibbler beginnt Mutti abzuschlabbern. Mutti versucht, Nibblers Auge zu richten, worauf Nibbler entsetzt zurückschnellt und wieder mit dem Rumgerenne beginnt.
Nibbler: VERZWEIFLUNG!!! PANIK!!! KATASTROPHE!!!
Nibbler rennt ins Wohnzimmer, Mutti macht die Tür hinter ihm zu.
Ich: Nun gut. Bringen wir erst mal den Buben runter, ohne dass Nibbler uns zu Fall bringt.
Mutti geht ins Schlafzimmer, nimmt Bastian hoch (”RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!”), trägt ihn die Treppe runter (”RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!”) und legt ihn unten in die Wiege (”RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!”).
Ich: Bastian, bleib mal schön hier, ich lass schnell den Nibbler aus dem Wohnzimmer…
Bastian: RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!
Mutti geht die Treppe hoch und öffnet die Wohnzimmertür.
Nibbler: ENTSETZEN!!! GRAUSAMKEIT!!! RUFT AMNESTY!!!
Ich: Nibbler, in deinem Fall wäre das Tasso, nicht Amnesty.
Nibbler: TASSO!!! TASSO!!! TASSO!!!
Bastian (von unten): RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!
Ich: Ich geb jetzt erst mal dem Bub die Brust. Bleib halt oben.
Nibbler: EMPÖRUNG!!! ZETERN!!! KREI-
Ich: Jaja.
Mutti geht runter und füttert Bastian.
Bastian: RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖhmpf. Nom Nom Nom.
Nibbler (von oben): WUFFWUFFWUFFWUFFWUFFWUFF!!!
Zehn Minuten voller WUFFWUFFWUFFWUFF!!! später. Bastian hat erst mal genug von der einen Brust.
Ich: Basti, ich geh jetzt hoch und versuch nochmal, den Hund zum Runterkommen zu bewegen. Ich leg dich also erst mal in die Wie-
Bastian: RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!
Mutti legt Bastian in die Wiege, schnappt sich eine Handvoll Leckerli und geht hoch.
Nibbler: WUFFWUFFWUFF!!! QUALEN!!! SCHÄNDUNG!!!
Ich: Nibbler, guck mal. Leckerli.
Nibbler: LECKERLI!!!
Ich: Lass mich mal dein Auge wieder reinpopeln.
Nibbler: LECKERLI?!?
Ich: Hier. Grummel.
Mutti macht Nibblers Auge wieder rein. Dann öffnet sie die Terrassentür, klettert unter dem Vogelnetz durch und bahnt sich zwischen diversen Hundehaufen unterschiedlichen Alters einen Weg durch den Schnee. In offenen Hausschuhen.
Ich: Notiz an mich, die Hundehaufen bei Gelegenheit mal wegräumen.
Nibbler (vorsichtig hinterhertapsend): LECKERLI?!?!
Ich: Ja, guck, Leckerli, da so Richtung Aussentreppe.
Mutti wirft diverse Leckerli in die generelle Richtung der rumpeligen Aussentreppe und wartet, bis Nibbler auf Leckerlisuche in ebendiese Richtung verschwindet. Dann geht sie wieder rein, die Treppe runter, durchs Esszimmer (Bastian: “RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!”) in den Wintergarten und raus in den Schnee. In offenen Hausschuhen.
Ich: Nibbler, komm mal runter jetzt!
Nibbler (von oberhalb der Treppe): LECKERLI?!?!
Ich: Ja, okay, hier.
Mutti wirft diverse Leckerli in Nibblers generelle Richtung. Nibbler bequemt sich die Aussentreppe runter und flitzt dann an Mutti vorbei rein durchs Esszimmer (Bastian: “RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!) in die Küche.
Nibbler: Frühstück?
Ich: Na gut.
Mutti füllt Nibblers Wasser- und Futternapf.
Nibbler: Iiiih, Trockenfutter. Bäh. Leckerli?!?
Ich: Nee, jetzt wird Bastian gefüttert. Du hast hier Frühstück.
Mutti nimmt Bastian aus der Wiege (”RÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!”), legt ihn an und stillt ihn. Plötzlich hüpft Nibbler neben sie aufs Sofa.
Nibbler: Leckerli?!?!
Ich: Grmpf. Jaaaaa, ich hab noch welche in der Hosentasche. Aber nur wenn du brav bist.
Nibbler: Nibbli ist IMMER brav. Nibbli wird nur MISSVERSTANDEN!!!
Also kriegt Nibbler ein paar Leckerli, während Mutti Bastian stillt. Dann:
Ich: Nibbler, die Leckerli sind alle.
Nibbler: TOD!!! VERDERBEN!!!
Ich: Nee, wirklich.
Nibbler springt vom Sofa, wirft sich zu Boden, steckt seinen Kopf zwischen seine Pfoten und macht grosse Augen.
Nibbler: Nibbli weiss jetzt, was mit ihm los ist.
Ich: Was denn, Nibblerchen?
Nibbler: NIBBLI HAT POSTNATALE DEPRESSION!!!
Ich: Äh, nein, ich denke nicht.
Bastian: SchmatzmampfbähähähääÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH!!!
Ich: Na komm Basti, Rülpsen.
Mutti hebt Bastian hoch an ihre Schulter. Bastian verteilt Milchspucke gleichmässig auf ihrer Jacke.
Bastian: RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!
Nibbler: DEPRESSIOOOOOOOOOOOOOOOOOOON!!!
Ich: Arglbargl. Ich muss hier weg. Moment. Ich komm hier nicht weg.
Mutti kann sich nicht entscheiden, ob sie jetzt “RÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHR!!!” oder “DEPRESSIOOOOOOOOON!!!” brüllen soll, als Bastian ihr ein schiefes Lächeln schenkt. Nibbler ist inzwischen eingeschlafen und kuschelt sich mit zufrieden zerknautschter Miene in den Teppich.
Ich: Kruzitür… Verfl… Bastian… Nibbler… Ihr verd… Ach, jööööööööööööh, wie niedlich. Grummel.
Will sagen: Ich komm hier zu nix. Nicht zum Kisten entpacken und Zimmer einräumen, nicht zum Haushalt erledigen, nicht wirklich zu geregelten Mahlzeiten und schon gar nicht zum Schlafen. Also auch nicht zum Mails beantworten, Dankes- und Geburtskarten verschicken, SMS beantworten und so weiter, und so fort. Und blogtechnisch muss das hier erst mal reichen - wer sonst gerade etwas wissen will, frage bitte hier.
Grrrr. Nibbler, ernsthaft, das Schaffell unter dem Bettlaken war schön warm und hat optisch keinen gestört, okay?
Leider habe ich kein brauchbares Foto des Übeltäters, wie er mit Schaffell im Mund laut schmatzend so tut, als wisse er beim besten Willen nicht, wovon ich rede…
…kalt wird es hier, schweinekalt! Findet Nibbler. Klar, seine Gassirunden findet er immer noch supi, aber ganz ehrlich: Unter Muttis Schreibtisch direkt an der Heizung liegt es sich doch am entspanntesten.
Immerhin kommt Mutti doch noch ab und zu mit auf die nachmittäglichen Spaziergänge mit Vati, auch wenn sie dann mehr so hinter Herr und Hund herkeucht und röchelt, stöhnt und japst. Das ist ganz nach Nibblers Geschmack, denn so kann man zwei Leute um Leckerli anbetteln… Ach ja, und Muttis Bauch ist übrigens auch total toll zum Ankuscheln, auch wenn er immer mehr Platz im Bett wegnimmt. Nur manchmal zappelt irgendetwas da drin, sehr seltsam.
Wie dem auch sei, wir haben im Moment die gute Kamera der Schwiegereltern hier im Haus, also musste letzten Sonntag bei der Runde durch den Park mal wieder fotografiert werden. Et voilà, die Ergebnisse:
Erst mal ne Runde Schnuppern… nachdem man anfangs die ganzen Laubhaufen hier für seeehr suspekt hielt, findet man sie mittlerweile grösstenteils super. Ausser natürlich sie tauchen völlig unerwartet aus dem Nichts auf. Am liebsten hat Nibbler übrigens die Blätter um den Baum vor der Hausnummer 3 in unserer Strasse, denn da pieselt sein Bullykumpel Bruno gerne mal hin.
Beweisfoto: Bei Brunos Lieblingsbaum.
Gemein wie wir sind, legen wir die Kamera natürlich auch in Nibblers intimsten Momenten nicht weg…
…was ihn natürlich sehr entsetzt: “HUCH!!!”
Aber natürlich soll neben der Befriedigung der körperlichen Bedürfnisse die Geistesarbeit nicht zu kurz kommen: Hier diskutieren Nibbler und ich gerade über Descartes, Kant und den allgemeinen Sinn des Lebens.
Nibblers Meinung dazu: “Halt’s Maul und lauf!” Na gut.
Und auch wenn der Kleine immer noch ein absolut niedliches Babygesicht hat, ab und zu sieht man seinem Körperbau schon an, dass da im Laufe seines zweiten Lebensjahres noch Masse hinzukommen wird.
Im Zweifelsfall übt man mit Herrchen noch ein bisschen unfreiwilliges Dogdancing:
Klappt doch schon ganz gut…
Und wenn das dann alles erledigt wird, guckt man noch so niedlich wie möglich.
Geht aber noch niedlicher! Guckt mal!
Und weil der arme kleine niedliche Hund so leiden muss draussen an der Kälte, darf er sich jetzt mit mir ins Bett werfen. Meinetwegen sogar unter die Decke. Nur damit mal eben auch darauf hingewiesen wäre, dass es ihm mitnichten so schlecht geht, wie man seinem Blick entnehmen könnte…